Häufig gestellte Fragen zu Knieprothese

Knieprothese

1. Gibt es wesentliche Neuerungen bei den Knieprothesen? 

Notebook

Die wesentlichen Entwicklungen stammen aus den 60-er und 70-er Jahren: Durchgesetzt haben sich die Oberflächenendoprothesen, entweder als Ersatz nur der erkrankten Seite des Kniegelenks („Schlitten“) oder als totaler Oberflächenersatz. Diesen gibt es mit oder ohne Ersatz der Kniescheiben-rückfläche. Der Vorteil des Kniescheibenersatzes besteht in einer besseren Belastbarkeit beim Treppensteigen oder beim Aufstehen aus dem Sitzen. Wir führen daher in der Regel den Kniescheibenersatz durch. Der Nachteil des Kniescheinbenersatzes, die mögliche Lockerung eben dieses Implantates, scheint unserer Erfahrung nach im Vergleich zur besseren Funktion das Risiko mehr als auszugleichen.

Künstliche Kniegelenke mit langen Stielen und fester Achse werden bei uns nur bei Wechseloperationen bei erheblichen Zerstörungen des Knochens oder bei weitgehendem Verlust des Kapsel-Band-Apparates eingesetzt.

Neuerungen betreffen im Wesentlichen die Geometrie der Prothesen-gleitflächen und die Oberflächen der Prothesenteile, wobei dadurch bisher kein wesentlicher Vorteil für den Patienten nachgewiesen werden konnte.

Auch die Vorteile der computergesteuerten Navigation des Einsetzens der Prothesenteile, nämlich die nachweisbar präzisere Achsausrichtung, wird durch längere Operationszeiten, größere Wunden und höhere Kosten des Edingriffs belastet, wobei eine längere Haltbarkeit oder bessere Funktion bisher nicht nachgewiesen werden konnte


2. Die Schlittenprothesen sollen sich früher lockern, stimmt das? 

Notebook

Nach zehn Jahren ist die erneute Operation bei Schlittenprothesen mit ca. 10% häufiger notwendig als bei Totalprothesen (ca. 6%). Dies liegt jedoch vorwiegend daran, dass die Arthrose im nicht ersetzten Kniegelenksanteil zunehmen kann und so der Umbau auf eine Totalprothese notwendig wird. Bei jüngeren Patienten wird man aber den Zeitgewinn durch eine Schlittenprothese nutzen wollen, so lange keine Gegenanzeigen für den Schlitten (z. B. Übergewicht, Osteoporose, bereits deutliche arthrotische Veränderungen im übrigen Knie) vorliegen. Vorteil der Schlittenprothese sind die Möglichkeiten des minimal invasiven Operationsverfahrens mit nur kurzer stationärer Verweildauer und die in der Regel bessere Beweglichkeit nach der Operation


3. Wie groß ist das Bewegungsausmaß nach der Operation?   

Notebook

Bei Schlittenprothesen kann die Beweglichkeit wieder fast voll hergestellt werden, wobei die Dauer der präoperativen Einschränkung der Beugefähigkeit natürlich oft eine begrenzende Rolle spielt. Die Wiederherstellung einer bereits verlorengegangenen Streckfähigkeit ist schwerer zu erreichen.

Beim totalen Oberflächenersatz ist die Beugefähigkeit oft stärker beschränkt, manche Patienten erreichen nur noch 90 bis 110° Beugung.


Haben Sie weitere Fragen?

Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder schreiben Sie mir!

Kontakt


Pagerank- & Counterservice Pagerank- & 
Counterservice Pagerank- & Counterservice Pagerank- & Counterservice Pagerank- & Counterservice Pagerank- & Counterservice Pagerank- & Counterservice Pagerank- & Counterservice Pagerank- & Counterservice Pagerank- & Counterservice